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Bewölkung im TAF: Aufgepasst!

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This content is currently available only in German, French and Italian. Bei der Flugvorbereitung schenken wir bestimmten Wetterelementen besondere Beachtung. Unterschreiten beispielsweise Sicht oder Wolkenbasis bestimmte Grenzwerte, wird ein Flug erschwert oder gar verunmöglicht. Nachdem im letzten Bericht auf wichtige Punkte bezüglich der Sichtweite in verschiedenen Flugwetterprodukten hingewiesen wurde, soll im Folgenden auf die Wolkenbasis eingegangen werden.

(Artikel in der AeroRevue 12/2009 - Oliver Baer, Andreas Asch)

Beim Blick durchs Fenster verspricht der heutige Wintertag noch gute Bedingungen für unseren geplanten VFR-Flug von Locarno nach Genf: wenig Wolken und gute Sicht. Allerdings wissen wir, dass eine Front im Anzug ist und sich die Wetterbedingungen verschlechtern werden. Wird es für einen Sichtflug doch noch reichen? Wie weit wird die Wolkenbasis absinken? Wir konsultieren zunächst das TAF vom Zielflughafen Genf-Cointrin:
120525Z 1206/1312 23008KT 9999 FEW040 BKN090 TX10/1212Z TN08/1206Z TN03/1304Z BECMG 1210/1212 SHRA PROB40 TEMPO 1212/1221 33015G25KT BECMG 1218/1221 33010KT NSW=

Gemäss GAFOR wird im Laufe des Morgens die Sicht schlechter und/oder der Plafond wird absinken. Die beiden Kriterien «Sicht» und «Plafond» müssen im GAFOR nicht zusammen erfüllt sein. So kann das «M» bei Route 44 eine Sicht von über 8 Kilometer mit einer Wolkenbasis von 1000 bis 1500 ft oder auch eine Sicht von 2 bis 5 Kilometer und einem Plafond von mehr als 2000 ft über Bezugshöhe bedeuten.

In beiden Fällen ist eine Alpenüberquerung jedoch kritisch und wir entschliessen uns demzufolge für einen Lokalflug. Wir haben in diesem Beispiel gesehen, dass das TAF nicht alle Veränderungen der Bewölkung wiedergeben kann. Vor allem wenn uns die Bewölkung über 1500 ft/AGL interessiert, sollten auch andere Flugwetterprodukte wie die Flugwetterprognose oder das GAFOR beigezogen werden