Das Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch

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Date of publication 7 May 2015
Topics Weather
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Type Press release

Wie ist es, auf einer Parkbank von einem Wolkenbruch überrascht zu werden? Und wie fühlt es sich an, in eine Wolke zu tauchen? Die Ausstellung «Das Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz macht vom 9.05. bis 11.10.2015 Wetterphänomene sinnlich erlebbar. Vom Schweizerischen Nationalmuseum konzipiert, mit fachlicher Unterstützung von MeteoSchweiz, zeigt die Ausstellung, wie Wetter entsteht, welche Auswirkungen es auf unser Leben hat und veranschaulicht die Entwicklung und Bedeutung der Wettervorhersage.

Das Wetter beeinflusst viele Bereiche unseres Alltages. Es schlägt sich in der Sprache nieder, sorgt für sonnige Laune, lässt uns mit dem Flugzeug abheben oder beschert uns Sturmfluten. Was Wetter ist und wie es entsteht, wann die ersten Messgeräte erfunden wurden, was an den Bauernregeln dran ist und was Klimaforscher über die Zukunft des Wetters sagen, zeigt die Ausstellung «Das Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch».

Wetterstation vor dem Museum

Während der Ausstellung von 9. Mai bis 11. Oktober 2015 steht vor dem Forum Schweizer Geschichte eine mobile Wetterstation von MeteoSchweiz, welche Messdaten zu Temperatur, Luftdruck, Feuchtigkeit, Windstärke vor Ort erhebt: Diese Daten werden direkt ins Museum übertragen. Der erste Ausstellungsraum widmet sich dort dem Thema «Beobachten». Die historischen Wettertagebücher, der Internationale Wolkenatlas sowie grossformatige interaktive Modelle zu typischen Wetterlagen (Westwind, Bise und Föhn) bilden hier die wichtigsten Schwerpunkte.

Frühe Naturforscher beobachteten das Wetter von blossem Auge und hielten diese Beobachtungen in Wettertagebüchern schriftlich fest. So zum Beispiel der Luzerner Stadtschreiber und Naturwissenschaftler Renward Cysat (1545-1614) sowie der Einsiedler Pater Josef Dietrich (1645-1704). Für die heutige Klimaforschung stellen diese Wettertagebücher noch immer eine relevante Quelle dar.

Die Wolkenfotografien Albert Riggenbachs thematisieren die frühe wissen­schaft­liche Wolkenbeobachtung. Der Basler Meteorologe hielt Ende des 19. Jahrhunderts als einer der ersten weltweit flüchtige Wolkenformationen fotografisch fest. Seine Fotografien sind im ersten Internationalen Wolkenatlas von 1896 abgedruckt. Den Abschluss des Rundganges im ersten Raum bilden die Messreihen zu Temperatur und Kirschblüte in der Schweiz. Sie beleuchten die Klimaentwicklung, insbeson­dere in den letzten fünfzig Jahren.

«Vorhersagen»

Der zweite Ausstellungsraum widmet sich der Wetterprognose. In der «Wetter­küche» bekommen die Besucher einen Einblick in die komplexe Arbeit der Meteorologen. Hier geben Satellitenbild, Niederschlagsradar, Webcams  und Prognosemodelle Aus­kunft über das aktuelle und das kommende Wetter – bei uns und weltweit. Denn für eine präzise Prognose berücksichtigen Meteorologen die weltweiten Vorgänge in der Atmosphäre und arbeiten mit mordernster Technologie. Neben Messdaten aus dem eigenen Netz fliessen bei MeteoSchweiz auch solche aus aller Welt ein, über 10 Millionen Datensätze täglich.

Der wissenschaftlichen Wetterprognose der Meteorologen stehen die Historischen Jahreskalender oder Bauernkalender gegenüber, eine Art Urform der täglichen Wetterprognose. Bekannt sind sie uns heute vor allem wegen der in Reimform verfassten «Bauernregeln». In einem Filmbeitrag kommen die sechs Wetter­propheten aus dem Muotathal zu Wort. Auf ihre urtümliche Art und mit viel Schalk verkünden sie an ihren zweimal jährlich stattfindenden Vereins­versammlungen das Wetter für den kommenden Sommer oder Winter.

Kontakt

Projektleitung und Konzept:

Pia Schubiger, Kuratorin, Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Tel. +41 (0)58 466 80 15
pia.schubiger@snm.admin.ch

Ariana Pradal, Kuratorin
Tel. +41 (0)76 343 49 01
ariana@pradal.ch

Kommunikation Forum Schweizer Geschichte Schwyz

Karin Freitag-Masa, Forum Schweizer Geschichte Schwyz
Tel. +41 (0)58 466 80 18
karin.freitag@snm.admin.ch

Kommunikation Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz

Nina Aemisegger, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Tel. +41 (0)58 460 94 10
Mobile +41 (0)79 875 32 31
media@meteoschweiz.ch

Alle Medientexte und eine Auswahl an Bildern stehen auf der Homepage www.wetter.forumschwyz.ch unter der Rubrik «Medien» zum Herunterladen bereit.

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