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Schweizweites Solarpotenzial dank Satellitenklimatologie

19 February 2016, 3 Comments
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Ab heute können Sie mit der neuen interaktiven Anwendung www.sonnendach.ch die potenzielle Strom- und Warmwasserproduktion Ihres Daches ermitteln. Sie wurde als Teil der Energiestrategie 2050 des Bundes als Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Bundesamt für Energie, dem Bundesamt für Meteoro-logie und Klimatologie MeteoSchweiz und dem Bundesamt für Landestopographie swisstopo initiiert. Die Firma Meteotest verknüpfte im Projekt die Grundlagendaten der beteiligten Bundesämter und berechnete daraus das Solarpotenzial. Das Resultat ist eine genaue und landesweit vergleichbare Schätzung des Energieertrages von momentan einem Drittel der Schweizer Dächer, die bis zum Jahr 2018 schrittweise vervollständigt wird.

Wenn einzelne Gemeinden das Solarpotenzial berechnen, können die Resultate oft nicht verglichen werden, weil sie unterschiedliche Daten und Methoden verwenden. Sie richten sich ausserdem meistens an professionelle Benutzer. www.sonnendach.ch verfolgt eine andere Strategie: eine intuitive Schätzung des Solarpotenzials soll auch für interessierte Laien machbar sein. Und dies mit qualitativ hochwertigen Grundlagendaten des Bundes und professionellen Berechnungsmethoden von Meteotest.

www.sonnendach.ch will auch Bewohnern von kleineren Gemeinden ermöglichen, das Solarpotenzial ihres Daches abzuschätzen. Monatlich aktualisierte Strahlungsdaten von MeteoSchweiz und die kontinuierliche Ergänzung der 3-D-Gebäudedaten von swisstopo garantieren die Aktualität der Anwendung.

Der Beitrag von MeteoSchweiz

MeteoSchweiz trägt zum Projekt mit klimatologischen Gitterdaten der solaren Einstrahlung bei. Diese variiert je nach Sonnenstand und Region. So erhielt im Jahr 2015 Davos beispielsweise 13 % mehr solare Einstrahlung als Zürich. Verwendet werden zur räumlichen Schätzung der solaren Einstrahlung Satellitenmessungen des «METEOSAT Second Generation»-Satelliten, einem geostationären Erdbeobachtungssatelliten. Satellitenmessungen ergänzen die Bodenmessungen optimal, da sie auch dort Daten liefern, wo die Bodendaten Lücken aufweisen, zum Beispiel im alpinen Gelände (Abbildung 2). Zur Berechnung der solaren Einstrahlung aus Satellitenmessungen wendet MeteoSchweiz das sogenannte Heliosat-Verfahren an. Dieses wurde in einer mehrjährigen Forschungszusammenarbeit im Rahmen der EUMETSAT Satellite Application Facility on Climate Monitoring (CM SAF) auf die Besonderheiten der Schweiz mit ihrer komplexen Topographie angepasst. Dies ermöglicht es, die aus dem Weltraum hell erscheinenden Wolken von der darunter liegenden auch hellen Schneeoberfläche zu unterschieden.

Die Energiestrategie 2050 des Bundes verlangt eine stärkere Nutzung von erneuerbaren Energien. Deren Verfügbarkeit wird aber stark von Wetter und Klima beeinflusst. MeteoSchweiz trägt deshalb mit meteorologischen und klimatologischen Daten und ihrer Expertise zur effizienten Umsetzung der Energiestrategie bei.

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Comments (3)

  1. Peter, 25.02.2016, 19:20

    WOW COOL! :-O

  2. Walter Hangartner, 21.02.2016, 09:01

    Funktioniert überhaupt nicht auf Windows 8 mit Firefox.

    1. MeteoSwiss, 23.02.2016, 09:47

      Danke für Ihren Hinweis. Bitte wenden Sie sich an den Betreiber des Portals (Bundesamt für Energie BFE) via Kontaktformular auf http://sonnendach.ch ("Kontakt" in der Fusszeile).