SwissMetNet - Das nationale meteorologische Bodenmessnetz

Date of publication 28 October 2015
Topics Measurement & forecasting systems
Type Press release

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie schliesst die Modernisierung und Erweiterung des nationalen meteorologischen Bodenmessnetzes ab. Das neue SwissMetNet umfasst insgesamt 260 automatische Messstationen. Auf diese Weise hat MeteoSchweiz ihre Datenbasis für Unwetterwarnungen und Naturgefahren ausgebaut

Die Anforderungen steigen. Überall, auch in der Wetterbranche. Lokale Wetterprognosen, präzise Klimabeobachtungen und zuverlässige Unwetterwarnungen fordern engmaschige Messnetze. Das vollständig modernisierte Bodenmessnetz (SwissMetNet) liefert an 260 Bodenmessstationen in Echtzeit alle 10 Minuten, 24 Stunden am Tag, eine Vielzahl an aktuellen Daten zu Wetter und Klima in der Schweiz. Mit modernster Technik werden alle Stationen in Echtzeit überwacht und die Daten auf eine zentrale Datenbank übermittelt. In dieser Infrastruktur ist eine einheitliche Datenplattform integriert, welche unterschiedliche meteorologische Messsysteme und Messnetze miteinander verbindet. Mit dem Abschluss des SwissMetNet - Projekts hat MeteoSchweiz die Infrastrukturen der gegenwärtigen Netze, welche während 30 Jahren wertvolle Dienste geleistet haben, gesamthaft erneuert und erweitert.

Öffentliche und private Kooperationen

Es gibt Projekte auf kantonaler sowie privater Ebene. MeteoSchweiz hat z.B. gemeinsam mit dem Kanton Wallis ein feinmaschiges Niederschlagsmessnetz implementiert, um die Hochwasservorhersage weiter zu verbessern. Eine Kooperation  wurde auch mit privaten Anbietern initiiert. Vergangenes Jahr hat MeteoSchweiz 50 MeteoGroup-Messstationen ins nationale Bodenmessnetz eingebunden. Diese Art der Kooperation ermöglicht es, die Datenbasis insbesondere im Hinblick auf Unwetterereignisse und Naturgefahren zu verbessern, sowie die Kosten für den weiteren Aufbau und Betrieb des Messnetzes zu senken. Insgesamt verfügt damit das DataWarehouse von MeteoSchweiz heute über Daten von mehr als 1500 meteorologische Messstellen anderer Betreiber.   

Qualitätssicherung, Datenverarbeitung und Innovation

Die Qualität der Daten und eine schnelle und effiziente Datenverarbeitung sind zentrale Faktoren für MeteoSchweiz und seine Datenbezüger. Die rund 100 Millionen verarbeiteten Datensätze pro Tag müssen hohen internationalen Qualitätsstandards genügen. Auf diese Weise sind die Wetterdaten weltweit vergleichbar. Fehlerhafte Messungen führen nicht nur zu falschen Wetterprognosen, sie verfälschen auch langjährige Messreihen, auf denen Klimamodelle aufbauen.

Zur Datengrundlage von MeteoSchweiz gehören ausser dem SwissMetNet (Bodenmessstationen) noch unzählige andere meteorologische Messdaten (z.B. Radar, Windprofiler, Sondierungen, Satelliten), die alle in einer zentralen Datenplattform integriert sind. Alle diese Daten fliessen beispielsweise in die Erstellung von Wetterprognosen ein.

Kontakt

Medienstelle MeteoSchweiz
media@meteoschweiz.ch
+41 58 460 97 00.